Biodiversität in Österreich
biodiversitaet-monitor.at
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Warum uns das alle betrifft?
Natur ist keine Kulisse. Wo Böden Wasser halten und Auen Hochwasser bremsen, geht es auch um Geld: um Ernten, um Schäden, um Förderungen.
Dieses Kapitel rechnet nach, was Nichtstun kostet und wohin öffentliche Mittel fließen.
Was Nichtstun kostet – und wohin das Geld fließt.
Wetter- und Klimaschäden samt in Geld bewerteten Todesfällen: 3,7 Mrd. € im Jahr, Durchschnitt 2017–2024
Hochwasser 2024, nur Niederösterreich: 1,07 Mrd. € einmal
Dürre 2026, Landwirtschaft: rund 1 Mrd. € einmal, Schätzung
Klimaschädliche Förderungen: 4,1 bis 5,7 Mrd. € jedes Jahr
Wetter- und Klimaschäden: Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2024 laut einem Teilbericht der Studie COIN 2.0 (Kosten des Nichthandelns gegen den Klimawandel) vom Oktober 2026, in Preisen von 2025. Darin enthalten sind Todesfälle durch Hitze, Hochwasser, Muren und andere Massenbewegungen, Blitz und Sturm, in Geld bewertet. Die Studie sieht in dem Wert eine Untergrenze. Das Hochwasser 2024 fällt in diesen Zeitraum; die Balken lassen sich nicht addieren. Hochwasser: Gesamtschaden, den das Land im Juni 2025 ausweist. Dürre: Schätzung der Hagelversicherung vom August 2026, noch kein Endwert. Förderungen: Durchschnitt der letzten Jahre, ermittelt vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO).
Quelle: Deubelli-Hwang u. a. (2026), Klima- und wetterbedingte Schäden in Österreich, Teilbericht der Studie COIN 2.0 → Quelle: Land Niederösterreich, Hochwasser 2024 – Bericht, Juni 2025 → Quelle: Österreichische Hagelversicherung, 10.08.2026 → Quelle: Landwirtschaftsministerium (BMLUK), Klimakontraproduktive Förderungen (nach WIFO 2022) →
Entwässerte Moorböden setzten 2022 992.000 Tonnen CO₂-Äquivalente frei.
Das sind 1,4 Prozent aller Treibhausgase Österreichs im Jahr 2022, umgerechnet in die Wirkung von CO₂. 41 von 100 Hektar der Torf- und Anmoorböden (Moorböden im weiteren Sinn) sind entwässert. Quelle: Umweltbundesamt, Organische Böden (REP-0932), 2025 →
5 Millionen Euro im Jahr für den Biodiversitätsfonds.
Den Bedarf für die biologische Vielfalt in Österreich schätzt die EU-Kommission auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr. Quelle: Monitor-Seite „Wer zahlt für die Natur?“ →
„Naturschutz ist Luxus.“
Nein, Vorsorge. Artenreiche Natur macht widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und hilft, Katastrophen vorzubeugen. Wiederhergestellte Agrarlandschaften wirken sich auf lange Sicht positiv auf die Ernten aus. Der Nutzen überwiegt die Kosten bei Weitem, hält die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur fest. Quelle: Verordnung (EU) 2024/1991 über die Wiederherstellung der Natur →
Nichtstun kostet auch: Das Hochwasser 2024 hat allein Niederösterreich 1,07 Milliarden Euro gekostet. Gleichzeitig fließen jedes Jahr Milliarden in klimaschädliche Förderungen. Quelle: Land Niederösterreich, Hochwasser 2024 – Bericht, Juni 2025 →