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Biodiversität in Österreich
biodiversitaet-monitor.at

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Österreich kann das – und du auch

Österreich hat schon viel wiederhergestellt, oft ohne es so zu nennen: Flüsse bekommen Raum, Wehre und andere Querbauwerke werden für Fische passierbar, Wälder bekommen Inseln ohne Nutzung.

Dieses Kapitel zeigt, was geschafft ist – und was jede und jeder selbst tun kann.

Video: Tobi & Chris · Pexels

Was in Österreich schon geschafft ist.

Mehr als 300 Kilometer Flüsse sind wieder naturnäher.

Dazu kommen mehr als 900 Querbauwerke, die für Fische wieder passierbar sind. Beides Stand Ende 2023. Querbauwerke → Quelle: Landwirtschaftsministerium (BMLUK), Förderung Gewässerökologie →

371 Trittsteinbiotope sind in Österreichs Wäldern eingerichtet.

Trittsteinbiotope sind kleine naturnahe Waldflächen, die für 10 bis 20 Jahre aus der Nutzung genommen werden – zusammen 637 Hektar. Gemeldet hatten Waldbesitzer sogar 683 Flächen mit 880 Hektar – eingerichtet sind davon bisher 371. Quelle: Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) / waldwissen.net, Trittsteinbiotope, 04.06.2025 →

200 Naturwaldreservate schützen 9.150 Hektar Wald.

Stand Mai 2025. Quelle: Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), Naturwaldreservate-Programm →

27,3 Prozent der Agrarfläche werden biologisch bewirtschaftet.

Rund 697.500 Hektar auf 23.942 Betrieben. Stand 2024. Biolandbau → Quelle: Landwirtschaftsministerium (BMLUK), Biologische Landwirtschaft in Zahlen →

Stimmt das?

„Renaturierung nimmt den Bauern das Land weg.“

Nein. Renaturierung auf Agrarflächen setzt auf naturverträgliche Bewirtschaftung – sie soll die landwirtschaftliche Nutzung nicht beenden, sondern anpassen. So steht es in der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Auch wiedervernässte Moorböden lassen sich weiter nutzen, etwa für Schilf oder Blaubeeren. Quelle: Verordnung (EU) 2024/1991 über die Wiederherstellung der Natur →

Video: Panya Niyomtham · Pexels

Stimmt das?

„Tiere aus dem Handel freizulassen hilft der Natur.“

Nein, es schadet: Ausgesetzte fremde Arten können heimische verdrängen. 38 Arten der EU-Liste invasiver Arten (Unionsliste) leben in Österreich schon wild. Quelle: Neobiota Austria, Unionsliste →

Was du tun kannst

01 / 05

Lass einen Streifen ungemäht stehen.

Vor einer Hecke oder Mauer, auch über den Winter. Dort finden Insekten Plätze für ihre Eier und Verstecke zum Überwintern. Quelle: BirdLife Österreich, Insekten und andere Wirbellose im Garten fördern →

Video: Damir K · Pexels

Was du tun kannst

02 / 05

Lass Totholz, Laub und Reisig liegen.

Igel, Erdkröten, Insekten und Spinnen überwintern darin. In abgestorbene Äste bauen Spechte ihre Höhlen. Quelle: BirdLife Österreich, Totholz für mehr Biodiversität →

Video: The Marc Knight · Pexels

Was du tun kannst

03 / 05

Gärtnere ohne Torf, Kunstdünger und chemisch-synthetische Pestizide.

Das sind die drei Kernkriterien der Plakette „Natur im Garten“. Für Torf werden Moore zerstört, an der Luft verrottet er und setzt CO₂ frei. Quelle: „Natur im Garten“, Kernkriterien der Plakette → Quelle: „Natur im Garten“, Torfausstieg für Hobbygärtner →

Video: Greta Hoffman · Pexels

Was du tun kannst

04 / 05

Pflanz heimische Sträucher statt Kirschlorbeer.

Kirschlorbeer breitet sich in Österreich bis in Wälder und an Wiesenränder aus und verdrängt heimische Pflanzen. Bestäuber können seine Blüten meist nicht nutzen. Quelle: Neobiota Austria, Kirschlorbeer (Naturschutzbund: Alien des Jahres 2026) →

Was du tun kannst

05 / 05

Zähl mit bei der „Stunde der Wintervögel“.

Österreichs größte Mitmach-Zählung, jedes Jahr seit 2010. 2025 haben knapp 27.000 Menschen mitgemacht. Quelle: BirdLife Österreich, Citizen Science →
Mehr Angebote nach Jahreszeit und Bundesland: Mitmachen →

Video: Nikola Tomašić · Pexels